ÜBER DEN AUTOR

Andreas Bulgaropulos, 1965 in Frankfurt a. M. geboren, lernte Zahntechnik, spielte bis 1998 professionell Gitarre in einer Heavy Metal Band und arbeitete danach als Texter. Er benötigte sechs Jahre, um seine Ideenfülle in Zaum zu bringen, das komplexe Universum dieser ungewöhnlichen Science-Fiction Geschichte auszuarbeiten und den ersten Teil der Ebquizeon-Reihe abzuschließen.
Für den philosophischen Anteil des Romans sind wahrscheinlich seine (zur Hälfte) griechischen Gene verantwortlich. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.
                                                                            

Ein persönliches Wort,

Wie ich bereits in der Danksagung meines Romans erwähnte, kommt für mich das Schreiben dieses Buches dem Versetzen eines Berges gleich. Hier möchte ich erläutern, warum.
Als ich 1998 nach Berlin zog (der Liebe wegen ... weshalb sonst) und praktisch sämtliche musikalischen Verbindungen zu meiner Heimatstadt Frankfurt abbrach, fiel ich sozusagen in ein künstlerisches Loch - drei Bands, in denen ich spielte bzw. sang, waren plötzlich weg. Durch die Geburt unseres Sohnes im selben Zeitraum und das begrenzte Mithelfen bei Studioaufnahmen von Tankard, fiel dieser Zustand jedoch zu Anfang nicht sehr ins Gewicht.

Dann aber verstärkte sich der Wunsch bei mir, erneut Musik zu machen. Da ich allerdings nicht mehr besonders viel Lust hatte, Gitarre zu spielen, wollte ich es zunächst mit elektronischer Musik probieren (was nicht klappte), und versuchte es danach als reiner Sänger. Berlin ist ja nun 'ne recht große Stadt mit einer dicken Musikszene, und wenn ich wirklich gewollt hätte, dann wäre ich auch wieder Teil dieser Szene geworden. Aber ich bewarb mich nur halbherzig bei ein paar Bands, sang einige Proben mit (fand ich sogar ganz gut), doch es kam auf Dauer nix zustande. Was ich mir damals, im Jahr 2000, wahrscheinlich nicht eingestehen wollte, war: Ich hatte insgeheim schon längst mit dieser Kunstform
abgeschlossen. Was tut man also, wenn man ein Handwerk zwar beherrscht, es aber keinen Spaß mehr macht? Genau ... man sucht sich ein anderes.
Damit fingen die Probleme meines künstlerischen Entfaltungsdrangs erst richtig an!

2001 kamen mir ziemlich gute Ideen zu einer Science-Fiction-Geschichte, und ich dachte mir: Hey, genau das isses! Du schreibst 'ne tolle Geschichte, und das Künstlerleben läuft wieder in eine sinnvolle Richtung! Ich hatte gar nicht mal mit dem Gedanken gespielt, irgendwie reich und berühmt zu werden, sondern wollte nur für mich persönlich etwas erreichen. Zwei ernst zu nehmende Faktoren machten mir allerdings in den ersten beiden Jahren schwer zu schaffen. Nämlich meine hundsmiserable Arbeitsmoral und die schiere Masse an Ideen.
In der Bewältigung dieser beiden Punkte musste ich also über mich selbst hinausgewachsen, wurde mir mit unangenehmer Deutlichkeit bewusst ... aber jeder noch so lange Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

Zunächst versuchte ich, meine Arbeitsmoral in den Griff zu bekommen, und das ist etwas, was jeder angehende Autor lernen muss: schreibe regelmäßig! Dennoch war meine Ideenfülle immer wieder lähmend - ich hatte das Gefühl, eine ganze Welt wuchten zu müssen, deren Ausmaße ich nicht mal abschätzen konnte. Und mir fiel immer mehr ein! Jedes Mal, wenn ich versuchte mir Notizen zu machen und das ganze Chaos zu ordnen, war ich auch gleichzeitig kurz davor, alles hinzuschmeißen, weil ich nicht wusste, wie ich das unter einen Hut bringen soll. Schwierige Situation also, zumal ich mir anfänglich gar nicht 100%ig sicher war, ob ich nicht doch wieder Musik machen sollte. Denn gewöhnungsbedürftig für mich war auch, nicht mehr in einem "lauten" Business mit vielen Menschen (und Publikum) tätig zu sein. So wurde ich selbst ein ganzes Stück leiser.
Aber nach den ersten beiden unsicheren "Lehrjahren" habe ich ab 2003 Gas gegeben, schrieb tatsächlich täglich mehrere Stunden und notierte mir jedes Ideenfitzelchen - deshalb zähle ich auch konkret erst ab diesem Jahr die Arbeitszeit an dem Roman.

So, und hier ist es also nun ... das Produkt all meiner Mühen. Rückblickend muss ich sagen, der ganze Arbeitsprozess war nicht nur das Schreiben einer durchdachten Geschichte, sondern auch die Formung meines Selbst. Eine Entdeckerfahrt zu neuen Stärken. Das Durchsetzen gegen immer wieder aufkeimende Zweifel und gegen die Gefahr, in dieser Stille der anfänglichen Unsicherheit zu versinken. Deswegen nannte ich den Prolog Odysseia - die Odyssee. Meine Hauptfigur befindet sich nicht ohne Grund in einer Situation, die einen Selbstfindungsprozess auslöst (obwohl die Hintergründe bei John etwas anders gelagert sind). Erwähnenswert ist an dieser Stelle unbedingt meine Frau, ohne deren Unterstützung ich gewiss einen anderen Weg hätte einschlagen müssen.
 
Was habe ich also heute? Wer bin ich? Werde ich berühmt werden und haufenweise Kohle mit meinem Roman verdienen? Nein. Aber ich habe ein geistiges Imperium erschaffen, auf das ich unglaublich stolz bin, das ich vielleicht sogar meinem Sohn vererben kann und das mir nichts und niemand nehmen kann ... nicht einmal die Sterblichkeit! Und ich bin, was ich sein wollte: ein Mann, der eine neue Identität gefunden hat, der stärker geworden ist und der seiner griechischen Veranlagung folgt, nämlich philosophieren und schreiben.

Übrigens: Ich weiß schon jetzt, dass EBQUIZEON-Teil 2 wesentlich flüssiger von der Hand gehen wird, denn erstens habe ich eine üppige Grundlage, auf der ich die vielen Handlungsstränge weiterführen kann; ich muss also kein komplettes Universum aus dem Boden stampfen. Zweitens werde ich mir für Teil 2 ein richtiges Storyboard mit grob umrissener Handlung und Bildern machen, also eine vollständige Visualisierung. Bei der vorliegenden Komplexität ist das doch sehr von Vorteil.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit, lieber Leser

                                                                           A. Bulgaropulos
                                                   


Künstlerischer Werdegang

1980 – 1983 Unterricht an der Gitarrenschule ›Sicker‹ in Frankfurt am Main (akustische und elektrische Gitarre)

1982 – 1985 Einstieg bei der Frankfurter Metalband ›Tankard‹, erste Live-Auftritte und Demo-Aufnahmen

1986 – 1998 Plattenvertrag mit Tankard bei dem Berliner Label ›Noise Records‹ mit anschließenden jährlichem Touren und Veröffentlichungen (ca. 12 LP + CD + Video Produktionen)

1986 – 1998 Neben der professionellen Arbeit als Gitarrist, Sänger und Texter bei Tankard, weiteres Musikmachen als Sänger, Querflötist, Gitarrist und Texter bei anderen Bands

1998 – 2008 Umzug nach Berlin und Verlagern der musikalischen Tätigkeit auf das Schreiben von englischen Songtexten für Tankard (weitere 5 CD-Produktionen) und andere Bands

2001 – 2003 Umorientierung von der Musikbranche zum Schreibhandwerk

2003 – 2009 Schreiben von Kurzgeschichten
Ausarbeiten und Schreiben meines Debüt-Romans ›EBQUIZEON - Die Welt hinter der Welt‹
(inklusive Korrekturarbeiten sowie Layout und Coverdesign des Buches)

05/2009 Veröffentlichung des Romans in Eigenregie über ›Books on Demand‹
Werbung in eigener Sache: Erstellen einer Homepage, Kontaktaufnahme und Austausch von Erfahrungen mit anderen Autoren und Lesern im Bereich Science-Fiction-Literatur, Kontaktaufnahme zu Betreibern einschlägiger Internetseiten des SF zwecks Rezensionen, Besuch von Buchmessen, Verteilen von Flyern und Postern

EBQUIZEON - Die Welt hinter der Welt
(ISBN 978-3-8370-9877-8, Paperback, 552 Seiten)

EBQUIZEON-Rezension bei Hugendubel, Juli 2009 (die entsprechende Seite auf hugendubel.de gibt es nicht mehr, dies ist aber ein screenshot davon)


Meine Inspirationen und Einflüsse

Bücher:
-Ubik (Philip K. Dick)
-Die drei Stigmata des Palmer Eldritch (Philip K. Dick)
-Rebellion der Stadt (John Shirley)
-Die Traumfahrt zum unbekannten Kadath (H.P. Lovecraft)
-Welt der tausend Ebenen (Philip Jose Farmer)
-Sterne wie Staub (Isaac Asimov)
-Meister der Einsamkeit (Marvin Kaye/Parke Godwin)
-Elric von Melniboné (Michael Moorcock)
-Die Kriegsmeute (Michael Moorcock)
-Stein und Flöte (Hans Bemmann)
-Perry Rhodan (die dicken silbernen Sammelbände)
-I Robot (Isaac Asimov)
-Der Herr der Ringe (J.R.R. Tolkien)
-Der Gott der Dunkelheit (Lynn Flewelling)
-Griechische Mythologie
-Art Books: Das große Buch der Geister/ -Riesen/ -Drachen (Stalling)
-Art Book: The Second Earth (Patrick Woodroffe)
-Wissenschaftliche Fachbücher (Entstehung des Universums, Quantenphysik)

Games:
-System Shock (1+2)
-Deus Ex (1+2)
-The Darkness
-Metroid Prime
-Tron 2.0
-The Elder Scrolls IV: Oblivion
-Mass Effect (1+2)
-Assassin’s Creed
-Halo (1-3)
-Azurik -Rise of Perathia-
-Doom 3
-Unreal (alle Varianten)
-Descent
-Enclave
-Gothic (1+2)
-Giants -Citizen Kabuto-
-Requiem -Avenging Angel-
-Ultima (hauptsächlich Teil IV+V)

Filme:
-Tron
-Odyssee 2001
-Outland
-Blade Runner (Do Androids really dream of electric sheep? I never found out ...)
-Total Recall
-The Matrix (Teil 1)
-Constantine
-I Robot
-24 (Serie)
-Judge Dredd
-Alien (1-3)
-300
-Brazil
-Das fünfte Element
-Red Planet
-Riddick
-Event Horizon
-Der Herr der Ringe
-Star Trek
-Star Wars
-Westworld, Futureworld
-Dune
-und selbstverständlich die Kultserien aus den 70ern: UFO und Mondbasis Alpha 1 !!!